Vom 22. bis 25. November 2018 fanden in Malmö (Schweden) die Ju-Jitsu-Weltmeisterschaften in Fighting, Duo und Ne-Waza mit rund 600 Athletinnen und Athleten aus 54 Nationen statt. Die Duo-Paare Julia Paszkiewicz und Johannes Tourbeslis sowie Ian Butler und Felix Paszkiewicz vom SV Niederroth waren unter den 33 deutschen Startern, davon acht aus Bayern. Nach den Erfolgen der Saison 2018 waren die Hoffnungen auf Edelmetall groß und berechtigt.
Julia und Johannes: Platz sieben
Am Freitag kämpften Julia und Johannes in der Klasse Duo mixed mit 14 anderen Paaren aus Belgien, Italien, Frankreich, Thailand, Polen, Montenegro und Österreich. Im ersten Kampf gegen Belgien 1 lagen sie nach der A-Serie 0,5 Punkte vorne, nach der B-Serie 0,5 Punkte zurück. In der C-Serie zogen sie alle Register, doch die Punktrichter entschieden mit einem Punkt für die Belgier. In der Trostrunde gewannen Julia und Johannes souverän gegen Thailand und Frankreich. Im Kampf um den Einzug ins kleine Finale trafen sie auf Belgien 2 und zeigten erneut eine super Leistung – die Punktrichter entschieden aber für Belgien. Die Hoffnung auf Bronze war verflogen, die Enttäuschung groß. Am Ende stand ein guter siebter Platz. Gold ging an Italien, Silber an Montenegro, Bronze an Österreich und Belgien 2.
Felix und Ian: Platz fünf
Am Samstag kämpften Ian und Felix in der Klasse Duo men mit zwölf weiteren Paaren aus Belgien, Italien, Frankreich, Thailand, Polen, Montenegro, Russland, Slowenien und Österreich. Im ersten Kampf gegen das starke Paar aus Italien riefen sie sofort eine sehr gute Leistung ab und gewannen, ebenso gegen Thailand. Im Halbfinale gegen Montenegro fehlten nach einem sehr spannenden Kampf 0,5 Punkte zum Finaleinzug. Im Kampf um Bronze ging es erneut gegen Italien: Nach der A-Serie stand es 22 zu 22, die B-Serie ging mit 44,5 zu 43,0 an Italien. In der C-Serie holten Felix und Ian einen Punkt auf – es reichte um 0,5 Punkte nicht. Der fünfte Platz war ein gutes Ergebnis, über das sie sich trotzdem nicht freuen konnten, denn die Medaille war zweimal zum Greifen nah. Gold ging an Belgien, Silber an Montenegro, Bronze an Italien und Slowenien.
Teamwettkampf
Am Sonntag war Teamwettkampftag: Die Nationen treten in Fighting, Duo und Ne-Waza in elf Kämpfen gegeneinander an. Julia und Johannes gewannen gegen das Duo-Paar aus Frankreich, Felix und Ian gegen Russland – je ein Punkt für das deutsche Team. Trotzdem verlor Deutschland mit einem Punkt gegen die späteren Weltmeister aus Frankreich und auch gegen Russland (Bronze). Anders als in den Vorjahren blieb das deutsche Team 2018 ohne Medaille, was für alle sehr bitter war, zumal strittige Kampfrichterentscheidungen das Ergebnis mit beeinflussten.
Die Jahresbilanz 2018 zeigt dennoch, dass Julia, Johannes, Ian und Felix zur Weltspitze gehören: Julia und Johannes gewannen Gold bei den Paris Open und den German Open sowie Silber bei der Europameisterschaft, Felix und Ian Gold bei den German Open, Silber bei den Paris Open und Bronze bei der Europameisterschaft. 2019 beginnt die Qualifikation für die World Games 2021 in den USA.
Text: Adam Paszkiewicz. Bilder: Adam Paszkiewicz, Jörg Echenfelder/JJVB.







