Bilanz für die Niederrother Duokas: Silber für Felix Paszkiewicz und Ian Butler, der fünfte Platz für Julia Paszkiewicz und Johannes Tourbeslis und Bronze für beide Duo-Paare im Teamwettkampf.
Vom 31. Mai bis 2. Juni 2019 fand in Bukarest (Rumänien) die Ju-Jitsu-Europameisterschaft 2019 in den Disziplinen Fighting, Duo und Ne-Waza statt. Die Niederrother Duo-Paare Julia Paszkiewicz und Johannes Tourbeslis sowie Felix Paszkiewicz und Ian Butler waren in den Kategorien Duo Classic mixed und Duo Classic men am Start.
Felix und Ian: Vizeeuropameister
Felix und Ian kämpften am Freitag mit zehn weiteren Duo-Paaren aus Europa. Nach einem Freilos traten sie zuerst gegen das Team aus den Niederlanden (Mellink/Oosterhoff) an und gewannen souverän. Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale trafen sie auf das starke Duo-Paar aus Spanien (Sobral/Gill). Nach der Serie A und B führten Felix und Ian mit zwei Punkten. In der C-Serie wurde es spannend, nachdem bei einer nicht hundertprozentigen Verteidigung gegen einen Stockangriff der Stock außerhalb des Wettkampfbereichs landete und den Kampfrhythmus leicht durcheinanderbrachte. Am Ende gewannen Felix und Ian mit einem Punkt Vorsprung und zogen ins Finale ein – die Silbermedaille war damit gesichert. Das zweite Finalpaar war Pesic/Vukotic aus Montenegro.
Gegen 16:30 Uhr Ortszeit begann der Finalkampf, und er wurde sehr spannend. Beide Paare kitzelten ihr ganzes Können heraus; die Serien A und B endeten mit einem Gleichstand. In der C-Serie riefen beide Paare eine hervorragende Leistung ab. Nach Auszählung der Punkte lag das Paar aus Montenegro mit 0,5 Punkten vorne. Felix und Ian gewannen Silber und wurden Vizeeuropameister. Auch wenn die Freude darüber am Anfang verhalten war, strahlten die beiden bei der Siegerehrung unter dem Applaus des gesamten deutschen Teams wieder.
Julia und Johannes: Platz fünf
Julia und Johannes hatten ihren Wettkampftag mit 13 weiteren Duo-mixed-Paaren am Samstag. Wie bei Felix und Ian wurde in einem Doppel-Pool-System gekämpft. Den ersten Kampf gegen das Paar aus Rumänien (Buzoianu/Mihalcea) gewannen Julia und Johannes sehr souverän. Dann stand ihnen das Paar Lafuente/Fuentes aus Spanien gegenüber, es ging um den Einzug ins Halbfinale. Nach der A-Serie führten die Deutschen mit einem Punkt, nach der B-Serie lagen die Spanier mit 0,5 Punkten vorne. In der spannenden C-Serie gewannen Julia und Johannes mit 0,5 Punkten Vorsprung und zogen ins Halbfinale ein.
Dort wartete das zweite Duo-Paar aus Belgien (Decrop/Lodens). Die A-Serie entschieden Julia und Johannes mit einem Punkt Vorsprung für sich, die B-Serie die Belgier mit 0,5 Punkten. In der C-Serie ging es um alles, und beide Paare zeigten eine klasse Leistung. Am Ende entschieden die Wertungsrichter mit einem Punkt Unterschied für Belgien. Die Enttäuschung bei Julia und Johannes sowie den deutschen Zuschauern war groß, zumal eine auch nach Videoanalyse nicht nachvollziehbare Abwertung durch zwei Punktrichter zu diesem Ergebnis geführt hatte.
Gegen 17:00 Uhr begann der Kampf um Bronze gegen das Paar aus Frankreich (Baudens/Clairet). Beide Paare holten alle Reserven heraus. Die Franzosen entschieden die A-Serie mit 0,5 Punkten für sich und bauten den Vorsprung in der B-Serie aus. Trotz einer sehr guten Darbietung in der C-Serie gelang es dem deutschen Paar nicht mehr, den Rückstand aufzuholen. Julia und Johannes belegten den sehr guten fünften Platz, der ihnen weitere Punkte in der Weltrangliste Duo mixed sichert.
Bronze im Teamwettkampf
Am Sonntag fanden die Teamwettkämpfe mit fünf Nationen statt. Julia und Johannes sowie Felix und Ian kämpften neben den Fighting- und Ne-Waza-Athletinnen und -Athleten mit. In ihren Duo-Kämpfen gegen Russland, die Niederlande und im kleinen Finale gegen Polen gewannen sie souverän und trugen so entscheidend zur Bronzemedaille des deutschen Teams bei.






















