Lehrgang etwas anders: Benefizlehrgang in Germering

Am Samstag, 6. Mai 2017, ging es wieder zur Fortbildung: Ein Landeslehrgang in Germering war angesetzt. Neben der Fortbildung stand die Unterstützung anderer im Mittelpunkt dieses Benefizlehrgangs, den der SV Unterpfaffenhofen-Germering einmal im Jahr organisiert. Vorweg: Insgesamt kamen 1.823,70 € für das Ambulante Kinderhospiz München zusammen; seit Bestehen der Benefizlehrgänge wurden damit 15.700 € an verschiedene Einrichtungen gespendet.

Die Themen waren anders als bei den sonst üblichen Lehrgängen: In vier Stunden wurden wir zu Zumba-Akteuren, nahmen an einem Rekordversuch teil, lernten, was bei der Abwehr von Messerangriffen alles schiefgehen kann, und erfuhren in „Konfliktzone Hauptbahnhof“ Interessantes aus dem Polizeialltag am Münchner Hauptbahnhof – dazu wurde gleich trainiert, was sich ändert, wenn Stress durch Lärm und Enge die Sinne einschränkt.

Aber eins nach dem anderen: Mit Bettina Hildenbrand und Zumba wurden alle Teilnehmer auf Betriebstemperatur gebracht. Dabei wurde eine Choreografie eingeübt, aufgezeichnet und an RTL geschickt; die Teilnahme an einem dortigen Wettbewerb soll weitere 5.000 € für den guten Zweck bringen.

Martin Sieber (4. Dan) nahm sich anschließend die Abwehr von Messerangriffen vor und zeigte an Beispielen, wo Fehlerquellen liegen, die zu Verletzungen beim Verteidiger führen können. Danach wurden die Abwehrtechniken entsprechend verbessert.

Nach der Pause – mit einer Boogie-Woogie-Showtanz-Einlage – startete mit Bertold Ottmann, der viele Jahre bei der Bundespolizei in verschiedenen Bahnhöfen tätig war, der letzte Lehrgangsteil. Informationen zu den Verkehrsbewegungen am Münchner Hauptbahnhof, der Zahl der Reisenden und den damit verbundenen Konflikten bildeten die Grundlage für das folgende Stresstraining: Beschallung mit Musik und Geräuschen über 90 dB, teils verbundene Augen und eine verdunkelte Halle sorgten bei jedem für genügend Stress. Dazu bildeten sich Gruppen, in denen abwechselnd ein „Opfer“ vom Rest der Gruppe laufend berührt, geschubst oder anders unter Druck gehalten wurde. Auf Kommando folgte ein Angriff, der abzuwehren war.

In den vier Stunden war für jeden ein interessantes Thema dabei, Körper und Geist waren gefordert – und Spaß hat es auch gemacht.

Zum Bericht des ausrichtenden Vereins.